WADD Austria bei internationalem Fachseminar der Pompidou-Group des Europarats
Auf Einladung der Pompidou-Group des Europarats und des österreichischen Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz war die WADD Austria bei einem internationalen Fachseminar zum Thema psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im digitalen Zeitalter vertreten.
Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten die WADD-Austria-Vorstandsmitglieder Isabella Fuchs-Leitner und Jan Rosenleitner einen Fachvortrag rund um das Thema „Digital Addictions“. Dabei stellten sie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu problematischen Formen der digitalen Mediennutzung sowie deren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit junger Menschen vor und diskutierten Herausforderungen und Perspektiven für Prävention, Forschung und Versorgung.
Ebenfalls vertreten war WADD-Austria-Vorstandsmitglied Oliver Scheibenbogen, der aktuelle Ergebnisse des „Handyexperiments“ präsentierte. Die vorgestellten Befunde lieferten wertvolle Einblicke in das digitale Nutzungsverhalten junger Menschen und dessen Zusammenhang mit Wohlbefinden, Medienkompetenz und gesundheitsrelevanten Aspekten des digitalen Alltags.
Das Seminar brachte Expert*innen aus Wissenschaft, Politik, Gesundheitswesen und Praxis aus zahlreichen europäischen Ländern zusammen. Im Mittelpunkt standen die Chancen und Herausforderungen digitaler Entwicklungen – von sozialen Medien und Gaming bis hin zu Künstlicher Intelligenz – sowie deren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden junger Menschen.
Für die WADD Austria bot die Veranstaltung eine wertvolle Plattform, um aktuelle Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen in den internationalen Fachdiskurs einzubringen, neue Impulse für evidenzbasierte Präventions- und Interventionsansätze zu gewinnen und den Austausch mit internationalen Partner*innen zu vertiefen.
Wir bedanken uns bei der Pompidou-Group und dem Bundesministerium für die Einladung und den bereichernden fachlichen Austausch.
Vortrag zu Trauma und Verhaltenssüchten bei Fachtagung in Linz
Im Rahmen der 3. Fachtagung der Ambulanz für Spielsucht Linz von pro mente OÖ hielt Isabella Fuchs-Leitner im Schlossmuseum Linz einen Vortrag zum Thema „Trauma und Verhaltenssüchte“.
Der Vortrag widmete sich einem zentralen Themenfeld im Bereich der Dual Disorders: den Zusammenhängen zwischen Traumafolgestörungen mit Verhaltenssüchten wie Glücksspielsucht, Gaming-Disorder und Shopping-Addiction. Dabei wurden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und klinische Erfahrungen vorgestellt sowie deren Bedeutung für Diagnostik, Prävention und Behandlung diskutiert. Die Veranstaltung bot eine wertvolle Plattform für den fachlichen Austausch zu aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen in Forschung und Praxis.
Mit rund 300 Teilnehmer*innen stieß die Tagung auf großes Interesse und unterstrich die hohe Relevanz des Themas für Suchthilfe, Psychiatrie und Psychotherapie.
Die WADD Austria bedankt sich bei der Ambulanz für Spielsucht Linz und dem Organisationsteam von pro mente OÖ für die Einladung sowie die gelungene Veranstaltung und den bereichernden fachlichen Austausch.
Fotos: pro mente OÖ
Das war die erste Tagung der WADD Austria!
Dual Disorders - Wenn Sucht und psychische Erkrankungen zusammentreffen
Am 26. Februar 2026 fand die Fachtagung „Dual Disorders - Wenn Sucht und weitere psychische Erkrankungen zusammentreffen“ als erste Veranstaltung der WADD Austria statt und markiert einen wichtigen Meilenstein für die Weiterentwicklung dieses Versorgungs- und Forschungsansatzes in Österreich.
Organisiert wurde die Tagung von pro mente OÖ als Veranstalter in Kooperation mit dem Kepler Universitätsklinikum, der JKU Linz sowie der WADD auf Initiative von Jan Rosenleitner und Isabella Fuchs-Leitner, die sich für die wissenschaftliche Leitung und die Zusammenstellung des Programms verantwortlich zeichnen. Mehr als 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen sowohl vor Ort am MED Campus I der JKU Linz als auch online an der Veranstaltung teil.
Praxis, Wissenschaft und internationale Expertise
Die Fachtagung stand für einen interdisziplinären Dialog zwischen den Bereichen Psychiatrie, Suchtmedizin, Psychotherapie, Psychologie, Sozialarbeit, Pflege und weiteren Gesundheitsberufen und unterstrich die Bedeutung integrierter, patientenzentrierter Behandlungsmodelle bei Dual Disorders. Das wissenschaftliche Programm brachte führende Expertinnen und Experten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zusammen und widmete sich zentralen Aspekten von Suchterkrankungen und komorbiden Störungen.
Im Mittelpunkt standen theoretische und klinische Konzepte zur Komorbidität bei Abhängigkeitserkrankungen sowie deren Beziehung zu weiteren psychiatrischen Störungsbildern wie Psychose, ADHS, Depression und traumaassoziierten Erkrankungen. Beiträge zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Versorgungsansätzen wurden präsentiert von Oliver Scheibenbogen, Arkadiusz Komorowski, Jan Conradi, Annett Lotzin und Michael Silly.
Ein besonderer Höhepunkt war der Vortrag von Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank, der die aktuellen Entwicklungen der deutschen AWMF-S3-Leitlinie zur komorbiden Psychose und Substanzgebrauchsstörung vorstellte und evidenzbasierte Empfehlungen für eine integrierte Versorgung hervorhob.
Vernetzung im deutschsprachigen Raum
Neben wissenschaftlichem Austausch versteht sich die Tagung auch als Plattform für Kooperation und Vernetzung im gesamten deutschsprachigen Raum. Ziel ist es, evidenzbasierte Erkenntnisse stärker in die klinische Praxis zu bringen und innovative, patientenzentrierte Behandlungsansätze zu fördern. Die österreichische WADD-Community setzt sich weiterhin dafür ein, den integrativen Dual-Disorders-Ansatz in Forschung, Ausbildung und Versorgung nachhaltig zu stärken.
Gruppenbild (v.l.n.r.): Oliver Scheibenbogen, Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank, Jan Conradi, Annett Lotzin, Arkadiusz Komorowski, Isabella Fuchs-Leitner, Michael Silly, Jan Rosenleitner, Kurosch Yazdi-Zorn.
Impressionen von der 1. Fachtagung Dual Disorders der WADD Austria am 26. Februar 2026
(Fotos © pro mente OÖ/Simlinger)